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Villa am See
Deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts

Lesung 20.10.2017 19:30 Uhr

Lesung und Gespräch

Robin Alexander
Journalist und Hauptstadtkorrespondent
Die Getriebenen
In Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Brandenburgischen Literaturbüro


Merkel und die Flüchtlingspolitik:
Report aus dem Inneren der Macht

Robin Alexander blickt als Journalist seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes, er rekonstruiert in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, minutiös die Schlüsselentscheidungen von sechs Monaten und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird.

180 Tage, die Deutschland verändert haben, die Grenzöffnung für Flüchtlinge im September 2015 war der Beginn eines dramatischen Kapitels deutscher Geschichte, in dem wir uns immer noch befinden. Bei weitem ist mit der Schließung der Balkanroute das Kapitel nicht beendet. Die Entscheidungen aus dem Jahr 2015 überschatten nicht nur die Bundesrepublik, sondern ganz Europa.

Robin Alexander recherchiert wie es zu den folgenreichen Entscheidungen gekommen ist, was diskutiert, verworfen, unterlassen wurde. Was für persönliche Befindlichkeiten vorherrschten, was Angela Merkel, Horst Seehofer & CO. wirklich angetrieben hat.

Ein Lavieren, Jonglieren, Taktieren legt er frei und beschreibt ganz nebenbei wie heute regiert wird.

Der Titel seines Buches „Die Getriebenen“ beschreibt was kaum zu glauben ist. Es ist ein atemberaubender Bericht aus dem Inneren der politischen Macht. Das Detailwissen und der Faktenreichtum, journalistisch nüchtern sachlich recherchiert, ersetzen einen kompletten Untersuchungsausschuss. Dabei ist es keine langatmige Lektüre, eher ein politischer Thriller den die Wirklichkeit schrieb, der nie erfunden hätte werden können. Man legt das Buch nicht beiseite.

Es ist auch viel mehr als das Flüchtlingsthema, es zeigt wie regiert wird.

Das Buch ist so geschrieben, wie man sich Journalismus wünscht, hintergründig, sachlich, kenntnisreich, nicht ausweichend, unvoreingenommen,“ es hat beste Chancen in zukünftige Geschichtsbücher einzugehen“ titelte“ Le Figaro“.

Robin Alexander wurde 1975 in Essen geboren und studierte in Leipzig Geschichte und Journalismus. Seit 2008 verfolgt er als Hauptstadtkorrespondent die Politik Angela Merkels aus der Nähe. 2013 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Robin Alexander ist regelmäßig im ARD Presseclub und im ZDF-Morgenmagazin und den politischen Runden der Medienanstalten.

Hendrik Röder vom Brandenburgischen Literaturbüro führt das Gespräch mit Robin Alexander und leitet die Diskussion nach dem Gespräch.

Es wird ein spannender und lehrreicher Abend, man kommt aus dem Staunen nicht raus und bekommt Einblicke in eine sonst sehr verschlossene Welt. Robin Alexander seziert die Politik wie ein Mediziner und findet erstaunliches und erfindet nichts. Das sollten Sie nicht verpassen. Nebenbei ist er ein grandioser Erzähler.